🔎Hinweis
Um diese Funktion zu benutzen, schalten Sie sie unter Einstellungen > Analyse der Scandaten > Echtzeit-Intelligenz aktivieren (Beta) ein.
Die Echtzeit-Intelligenz erkennt präparierte Zähne in den Scandaten automatisch und prüft sowohl den vollständigen Scan als auch die Präparationsbereiche anhand zentraler Anforderungen für Kronenfälle. Sie liefert sofortiges, leicht verständliches Feedback, sodass Benutzer die Datenqualität in Echtzeit beurteilen und sofort Anpassungen vornehmen können – für präzisere Designarbeit im weiteren Verlauf.
Wenn das Scannen anhält, prüft das Programm automatisch, ob präparierte Zähne vorhanden sind. Wenn welche erkannt werden, werden rechts Prüfpunkte zur Präparationsprüfung, Prüfpunkte zur Scanprüfung sowie automatisch erfasste HD-Bilder angezeigt. Wenn keine präparierten Zähne erkannt werden, werden nur die Prüfpunkte zur Scanprüfung angezeigt.
Die folgende Tabelle zeigt die Kategorien der Prüfpunkte und enthält für jede Kategorie eine detaillierte Erklärung.
Kategorie der Prüfpunkte | Prüfpunkt | Einzelheiten |
|---|---|---|
Präparation überprüfen | Unterschnitt | Zeigt Unterschnitte basierend auf der automatischen Einschubachse an. Blau markierte Bereiche zeigen Regionen an, in denen beim Einsetzen der Prothese Interferenzen auftreten können. |
Minimaler Abstand zum Antagonist | Misst den Abstand zu den Antagonisten, um zu prüfen, ob ausreichend Platz für die Fertigung der Prothese vorhanden ist. | |
Minimaler Abstand zum Nachbarzahn | Prüft den Abstand zu benachbarten Strukturen, um zu prüfen, ob ausreichend Platz für die Fertigung der Prothese geschaffen wurde. | |
Minimale Reduktionstiefe | Vergleicht den Zustand vor und nach der Präparation, um anhand der idealen Prothesendicke zu bestimmen, wie viel zusätzliche Reduktion erforderlich ist. | |
Oberflächenrauheit | Stellt die Konvexität, Konkavität und Rauheit der gesamten präparierten Zahnoberfläche sowie im Bereich der Randlinie visuell dar. Dies hilft, die Randlinie erneut zu beurteilen und zu prüfen, ob die Präparationsoberfläche insgesamt glatt und gleichmäßig ist. Bereiche, die näher an Rot liegen, zeigen stärker konvexe Regionen an; Bereiche, die näher an Blau liegen, zeigen stärker konkave Regionen an. | |
Präparationsgrenze | Bereiche mit abrupten Änderungen oder schlechter Kontinuität werden rot markiert. Benutzen Sie diese markierten Bereiche, um die Rand zu prüfen und zu beurteilen, ob sie korrekt ist. | |
Scanprüfung | Intelligente Pfeile | Zeigt Bereiche mit unzureichenden Scandaten an. In Scanstufen ohne präparierte Zähne bewerten intelligente Pfeile den gesamten Scan auf fehlende Daten. Wenn präparierte Zähne vorhanden sind, konzentrieren sie sich auf klinisch relevante Bereiche, z. B. die präparierten Zähne und 1–2 Nachbarzähne. Scannen Sie die markierten Bereiche erneut, um vollständige und korrekte Daten sicherzustellen. |
Geschichtete Daten | Zeigt Bereiche mit überlappenden (mehrschichtigen) Scandaten an, die durch Blut, Speichel, Zahnbewegungen oder eine unsachgemäße Scantechnik verursacht werden können. Benutzer können betroffene Bereiche löschen und erneut scannen oder „Optimieren“ benutzen, um die Daten neu auszurichten und zu prüfen. Wenn keine präparierten Zähne vorhanden sind, werden geschichtete Daten über den gesamten Zahnbogen angezeigt; wenn präparierte Zähne vorhanden sind, ist die Anzeige auf die präparierten Zähne und 1–2 Nachbarzähne begrenzt. | |
HD‑Bilder | - | Erfasst bis zu 5 Bilder pro präpariertem Zahn aus mehreren Richtungen – okklusal, bukkal, lingual, mesial und distal. |
🔎Hinweise
Abstandsbezogene Informationen (z. B. Minimaler Abstand zum Antagonisten, Minimaler Abstand zu den Nachbarzähnen, Minimale Reduktionstiefe) werden angezeigt, wenn Werte unter den Standardschwellenwert von 1,5 mm fallen. Dieser Schwellenwert kann in den Einstellungen angepasst werden. Bereiche unterhalb des Schwellenwerts werden rot markiert; bewegen Sie den Mauszeiger über diese Bereiche, um den exakten Abstand anzuzeigen.
Um HD‑Bilder zu speichern, klicken Sie im Bild auf die Schaltfläche „Herunterladen“. Gespeicherte Bilder sind in der Funktionsbibliothek „HD-Kamera“ verfügbar oder später als Anhänge im Medit Link‑Fall.
⚠️Vorsicht
Die Sichtbarkeit der Prüfergebnisse für Minimaler Abstand zum Antagonisten und Minimale Reduktionstiefe kann je nach Reihenfolge der Scanstufen variieren. Um sicherzustellen, dass diese Ergebnisse angezeigt werden, befolgen Sie die empfohlene Konfiguration des Arbeitsablaufs.
Die Anzeige der oben genannten Prüfpunkte hängt von der Verfügbarkeit präoperativer und okklusaler Scandaten ab. Befolgen Sie daher bei der Benutzung dieser Funktion die empfohlene Scanstufen‑Konfiguration, um umfassendere Ergebnisse zu erhalten und einen reibungsloseren Arbeitsablauf zu gewährleisten.
Empfohlene Arbeitsablauf‑Konfiguration
Diese Arbeitsablauf‑Konfiguration wird empfohlen, damit Benutzer die umfassendsten Prüfergebnisse erhalten. Bitte beachten Sie: Wenn Sie den Arbeitsablauf anders konfigurieren, werden einige Prüfpunkte möglicherweise vom Programm nicht berücksichtigt, und das Funktionssymbol wird in bestimmten Scanstufen ggf. nicht angezeigt.
Platzieren Sie bei Fällen mit Prä-Op‑Daten die Scanstufe mit dem Ziel‑präparierten Zahn (Oberkiefer/Unterkiefer) an das Ende des Arbeitsablaufs.
Beispiele:
Platzieren Sie bei Fällen ohne Prä-Op‑Daten die Okklusionsstufe an das Ende des Arbeitsablaufs.
Beispiele:
🔎Hinweise
Diese Funktion ist auch im Modus „Einfache UI“ verfügbar.
Die Echtzeit-Intelligenz wird ausschließlich für Kronenfälle unterstützt und ist nicht für Veneer‑, Inlay/Onlay‑ oder Brückenfälle anwendbar. Daher wird das Funktionssymbol nur in der Prä-Op‑Stufe, der Oberkiefer/Unterkiefer‑Stufe und der Okklusionsstufe angezeigt.
Wenn die Echtzeit-Intelligenz eingeschaltet ist, wird die Funktion intelligente Pfeile automatisch eingeschaltet, und der Schalter kann nicht deaktiviert werden. Um intelligente Pfeile unabhängig zu benutzen, schalten Sie die Echtzeit‑Intelligenz aus und schalten Sie intelligente Pfeile anschließend ein.
Kriterien für die Datenprüfung
Ob eine Datenprüfung durchgeführt wird, hängt von der Anzahl der beim Scannen erfassten Aufnahmen ab.
Das Scannen kann an einem oder beiden Zahnbögen durchgeführt werden, und das System erkennt den Scantyp automatisch.
Die Datenprüfung wird nur gestartet, wenn die erforderliche Mindestanzahl an Aufnahmen erreicht ist.
Scanner-Modell | Scan-Erlebnisse | Gesamter Kiefer | Teilbogen |
|---|---|---|---|
i900 Mobility / i900 classic / i900 / i700 wireless / i700 | Fast & Furious | Mindestens 2.500 Aufnahmen | Mindestens 1.500 Aufnahmen |
i600/i500 | Smooth & Steady | Mindestens 1.500 Aufnahmen | Mindestens 800 Aufnahmen |
⚠️Vorsicht
Die erforderliche Mindestanzahl an erfassten Aufnahmen kann ohne vorherige Ankündigung geändert werden.
So benutzen Sie die Echtzeit-Intelligenz
Nach dem Aktivieren wird das Hauptsymbol der Funktion unten rechts angezeigt. Klicken Sie darauf, um die Prüfinhalte und Hinweismeldungen ein- oder auszublenden.

Die Echtzeit-Intelligenz basiert auf denselben Grundprinzipien – unabhängig von der gewählten Konfiguration des Arbeitsablaufs. Zur Veranschaulichung nutzt dieses Handbuch das Beispiel eines Unterkiefer-Kronenfalls, bei dem präoperative Zahndaten zum Scannen verfügbar sind.
In diesem Szenario werden die Scanstufen in der folgenden Reihenfolge durchgeführt, wie in den obigen Empfehlungen vorgeschlagen: Prä-Op für Unterkiefer → Oberkiefer → Okklusion → Unterkiefer

Beispiel: Ablaufsequenz
Erfassen der präoperativen Daten und der Antagonistendaten
Sobald das Scannen anhält, beginnt die Scandatenprüfung automatisch. In diesem Schritt werden unten rechts nur Prüfpunkte zur Scanprüfung angezeigt. Prüfen Sie die Ergebnisse und das Feedback, und passen Sie die Scandaten bei Bedarf an.

Erfassen der Okklusionsdaten
Bei Einbogenfällen reicht es aus, nur „Erste Okklusion“ zu erfassen. Bei Zweibogenfällen müssen sowohl „Erste Okklusion“ als auch „Zweite Okklusion“ erfasst werden, um den Prüfprozess zu starten.
Je nach Art der auszurichtenden Zahnbogendaten wird entweder ein Prüfpunkt zur Präparationsprüfung („Minimaler Abstand zum Antagonisten“) angezeigt oder keiner. Wenn Daten zu präparierten Zähnen nicht vor den Okklusionsdaten erfasst werden, wird dieser Prüfpunkt während der Okklusionsstufe nicht angezeigt. Er wird erst in der folgenden Stufe berechnet und angezeigt, sobald Daten zu präparierten Zähnen enthalten sind. Wenn der Wert während der Okklusionsstufe angezeigt wird, wird er auch in die Stufe übernommen, in der Daten zu präparierten Zähnen vorhanden sind, sodass der „Minimaler Abstand zum Antagonisten“ dort ebenfalls angezeigt werden kann.

🔎Hinweis
Je nach „Mehrfache Okklusionsgruppe“ variiert die okklusale Ausrichtung, und der „Minimaler Abstand zum Antagonisten“ wird entsprechend für jede Gruppe angezeigt.
Erfassen der Daten zu präparierten Zähnen
Wenn präoperative Daten verfügbar sind, werden sie automatisch in die aktuelle Scanstufe übernommen. Hier können Benutzer entweder nur den Bereich der präparierten Zähne trimmen und erneut scannen oder über die vorhandenen Daten scannen. In beiden Fällen werden Prüfpunkte zur Präparationsprüfung angezeigt, sobald präparierte Daten verfügbar sind.

Wenn das Scannen anhält, werden die präparierten Bereiche anhand der Zielkriterien bewertet. Die Ergebnisse werden zusammen mit den erfassten HD-Bildern unten rechts auf dem Bildschirm angezeigt. Benutzer können die Ergebnisse für jeden Zahn einzeln prüfen oder gesammelt für alle präparierten Zähne anzeigen.
Tippen Sie auf „Alle finden“, um alle präparierten Zähne auszuwählen und ihre Ergebnisse auf einmal zu prüfen. Alternativ können Sie auf eine bestimmte Zahnnummer klicken, um nur die Ergebnisse für diesen Zahn anzuzeigen.
Nach der Prüfung der Daten können Sie Einträge aus der Liste entfernen, indem Sie auf das Schließen‑Symbol neben jedem Ergebnis klicken.
🔎Hinweis
Die in dieser Stufe angezeigten Prüfpunkte zur Scanprüfung decken nicht den gesamten Scan ab, sondern konzentrieren sich auf präparierte Zähne. Für Informationen zu „Intelligente Pfeile“ und „Geschichtete Daten“ werden die Ergebnisse in dem Bereich angezeigt, der den präparierten Zahn sowie 1 oder 2 Nachbarzähne umfasst.
Aktualisieren von Prüfergebnissen und Einstellungen
Standardmäßig werden Scandaten automatisch geprüft, wenn das Scannen beginnt und anhält, sobald die Mindestanzahl an Aufnahmen (100) erreicht ist. Prüfergebnisse werden außerdem aktualisiert, wenn die Scandaten bearbeitet werden (z. B. Daten hinzugefügt, getrimmt oder optimiert), beim Wechsel in eine Scanstufe oder beim Übertragen von Daten zwischen Scanstufen.
⚠️Vorsicht
Wenn der Benutzer den Zahn manuell auswählt oder die Randlinie mit der Funktion „Randlinie“ bearbeitet, können die Ergebnisse die Funktion der Echtzeit-Intelligenz beeinflussen.
Anzeigebedingungen und Einschränkungen für Prüfpunkte basierend auf Einstellungen
Wenn Sie die Abstandswerte unter Einstellungen > Analyse der Scandaten anpassen, werden die Prüfergebnisse für „Minimaler Abstand zum Antagonisten“, „Minimaler Abstand zu den Nachbarzähnen“ und „Minimale Reduktionstiefe“ entsprechend den neuen Kriterien aktualisiert. Alle zugehörigen Prüfpunkte werden entsprechend aktualisiert.
Wenn die Option „GPU benutzen“ in den Einstellungen ausgeschaltet ist, wird die Echtzeit-Intelligenz automatisch deaktiviert und kann nicht benutzt werden.